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Kabarett TraumFraun

Die "TraumFraun" Elke Hermann und Claudia Lau folgten unserer Einladung und konnten uns mit ihrem Kabarettprogramm "Psst – wir schweigen uns um Kopf und Kragen" in der ausverkauften Turnhalle begeistern.

SZ vom 24.11.10
Auch wenn viele Männer es nicht glauben: Frauen können schweigen! Das bewiesen Claudia Lau und Elke Hermann, die beiden „Traumfraun“ aus dem Allgäu, in ihrem neuen Bühnenprogramm „Psst - wir schweigen uns um Kopf und Kragen“. Eine ganze Minute hielten es die beiden tatsächlich durch. Das war es dann aber mit dem „Psst“. Den Rest des Abends „schwiegen“ sich die beiden schlagfertigen Kabarettistinnen im ausverkauften Bürgersaal in Oberottmarshausen wortreich um die Ohren.

Ihre beiden Bühnen-Egos sind ein denkbar ungleiches Paar: Hanni (alias Claudia Lau) - pragmatische Dreifachmutter und seit 15 Jahren verheiratet mit Ewald, einem Beamten im mittleren Dienst. Die „partnerschaftlich noch nicht endversorgte“ Celestine (alias Elke Hermann) ist ihres Zeichens Femme fatale und esoterische Supergöttin. Die abstruse Reise startet diesmal im einsamen Wald, auf der Suche nach einem Raum zum Schweigen. Dass das mit diesem Vorsatz nicht einfach werden würde, war zu erwarten.

So kommt es zwischen den beiden von einem Wortgefecht zum nächsten. Während Celestine ihrer weiblichen Intuition folgen will, kramt Hanni das GPS von Ehemann Ewald aus, das im Laufe des Abends zur „Parabel für den Mann“ wird: „Eindimensional, zielgerichtet und immer wieder ist der Akku leer.“ Nach Celestines Grundsatz „Männer brauchen Widerspruch“, folgen beide schließlich demonstrativ dem entgegengesetzten Weg.

Zum Gebrauch kommen bei dieser Irrwanderung auch die Tarotkarten. In denen versucht Celestine zu lesen, ob die Haustür tatsächlich abgeschlossen ist. Auch köstlich: Hannis detailreiche Beschreibung ihrer Geschäftsidee einer Biogasanlage aus Windeln sowie der Einführung des „Lipid-Mosquitos“ - einer Mücke, die Fett statt Blut saugt. Das spitzfindige Ausloten der Untiefen des Alltags sorgte besonders bei den Frauen für Lachtränen.

Es kommt, wie es kommen muss: Die Freundinnen irren durch den Wald, bis sie in einem abgesperrten Manövergebiet und kurze Zeit darauf - dank eines Spaßfeuerzeuges in Handgranatenform - im Gefängnis landen. Während Celestine die Strategie des „Rausschweigens“ vorschlägt, wird Hanni zum Verhör mit Wärter Horst geladen. Dank Fernunterstützung durch Celestines Gesangs- und Tanz-Performance geht das aber ohne große Komplikationen über die Bühne. Am Ende stellen beide fest: Das Gefängnis ist der perfekte Raum zum Schweigen.

Die Mischung aus spitzfindig und hemmungslos dargebotenen Alltagsproblemen und gekonnten Gesangseinlagen fand bei den Zuschauern großen Anklang und strapazierte die Lachmuskeln aufs Äußerste. Nach rund zweieinhalb Stunden war die einhellige Meinung der Zuschauer: „Die Traumfraun waren großartig.“

Foto: Dörr, SZ